Der Studiengang

Ziel des Studiums ist es, die Studierenden soweit mit Grund- und Spezialkenntnissen auszustatten, dass sie bestens qualifiziert für den Arbeitsmarkt sind.

Der interdisziplinär ausgerichtete Studiengang vermittelt den Studierenden ein fundiertes Fachwissen in den Wirtschaftswissenschaften (Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre), im Medizinmanagement und in den Gesundheitswissenschaften. Die Studierenden lernen, sozial- und gesellschaftspolitische Probleme zu erkennen, Konzeptionen im Bereich des Gesundheitswesens zu analysieren und eigene Lösungsvorschläge für gesundheitsökonomische Fragestellungen zu erarbeiten. Die Absolventen werden für anspruchsvolle Führungsaufgaben im interdisziplinären Kontext der Gesundheitswirtschaft ausgebildet.

Theorie & Praxis

Ein Pflege- sowie ein Verwaltungspraktikum sind Pflichtbestandteil im Studienverlauf des Bachelorstudiums. Ein vor Einschreibung ins Bachelorstudium zu absolvierendes Pflegepraktikum soll den Studierenden unmittelbaren Einblick in den Leistungsbereich des Gesundheitswesens geben und das Bewusstsein für den Patienten schärfen. Das Verwaltungspraktikum erfolgt in einer selbst gewählten Einrichtung der Gesundheitswirtschaft. Darüber hinaus ermöglicht ein Mentorenprogramm den Studierenden einen frühzeitigen Kontakt mit der Praxis. Gegenwärtig engagieren sich ca. 200 Vorstände, Geschäftsführer und weitere Führungskräfte aus den verschiedensten Unternehmen und Institutionen des Gesundheitswesens als persönliche Ansprechpartner. Der Kontakt zum Mentor hat in der Vergangenheit bereits vielen Studierenden zu einem Praktikum, einem Abschlussarbeitsprojekt oder sogar einer Festanstellung nach Abschluss des Studiums verholfen. Im Masterstudium können Praktika freiwillig und nach persönlichen Präferenzen gewählt werden.

Internationale Kompetenz

Auslandsaufenthalte während des Bachelorstudiums werden ausdrücklich unterstützt. So können die Studierenden z.B. im Rahmen des ERASMUS Programms Universitäten im Ausland besuchen (z.B. Universidad Politécnica de Valencia). Ebenso werden Auslandspraktika befürwortet und können grundsätzlich uneingeschränkt anerkannt werden.

Innerhalb des Masterstudiums bestehen Kooperationen mit mehreren renommierten Universitäten in den USA. Darunter befinden sich aktuell:

    • University of Missouri, Columbia
    • University of North Carolina, Chapel Hill
    • University of Michigan, Ann Arbor

Fach- und Methoden-Kompetenz

Das Studium der Gesundheitsökonomie ist als Spezialisierung angelegt. Es werden zunächst volks- und wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen sowie wichtige Schlüsselqualifikationen vermittelt. Eine Vertiefung der wissenschaftlichen Fachkenntnisse erfolgt in den höheren Semestern. Dabei werden sowohl praxisrelevante als auch theoretisch-anspruchsvolle Veranstaltungen angeboten. Diese grundständige Ausbildung erlaubt neben dem erfolgreichen Eintritt in den Arbeitsmarkt aber auch eine weitergehende Spezialisierung innerhalb des Masterprogramms.

Das viersemestrige Masterstudium baut auf Fach- und Methodenkenntnissen in den Fächern BWL, VWL und Gesundheitswissenschaften auf. Zudem sind je drei Veranstaltungen aus folgenden Schwerpunktfächern zu wählen.

    • Ökonomie des Gesundheitswesens

Hier werden beispielsweise die Beziehungen zwischen Anbietern und Nachfragern medizinischer Leistungen, Versicherungsverträge und Anreizsetzungen im Gesundheitssystem untersucht.

    • Management im Gesundheitswesen

Dabei geht es insbesondere um Probleme der Beschaffung, Organisation und Finanzierung der Leistungserbringung sowie um Lösungsoptionen aus Unternehmensperspektive.

    • Gesundheitswissenschaften

Im Mittelpunkt stehen medizinische Aspekte, Präventionsfragen und Gesundheitsförderung.

Ergänzend können die Studierenden ihre wirtschafts- und gesundheitswissenschaftlichen Kompetenzen im Ergänzungsmodulbereich individuell abrunden und so eigene Interessen und Berufsziele verfolgen. Unter anderem werden hier Vorlesungen in weiteren Disziplinen der BWL und VWL, aber auch der Bereich „Recht und Philosophie“ angeboten. Im Vergleich zum Masterstudium wird der Fokus vermehrt auf wissenschaftliches Arbeiten gelegt, sodass die Studierenden nach dem Abschluss die Befähigung für ein weiterführendes Doktorandenstudium besitzen.

Perspektiven

Den Studierenden bieten sich vielfältige berufliche Chancen, insbesondere bei medizinischen Dienstleistern (Krankenhäuser, Rehabilitations- oder Pflegeeinrichtungen), bei Versicherungen, Prüfungs- und Beratungsgesellschaften, bei pharmazeutischen Herstellern und in der Medizinproduktindustrie; ebenso bei Verbänden des Gesundheitswesens, bei staatlichen Behörden sowie in Forschung und Lehre im Bereich der Gesundheitswissenschaften.

(Quelle: Studiengangsinfoblatt der Universität Bayreuth)